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Seramis als Filtermedium

19.04.2010

Übermittelt von User: gehopse

Vor einigen Wochen habe ich beim säubern meines Aquariumfilters versehentlich mein Siporax Mini (poröses Filtermedium auf Glasbasis/ 30gr. haben eine Fläche von einem Fussballfeld) in die Toilette fallen lassen.

Da wollte ich es nicht wieder raus holen ;D

Jetzt war guter Rat teuer, da am Wochenende kein Ersatz zu bekommen war. Das Siporax hat durch diese riesige Fläche viel Platz zum ansiedeln von nützlichen Bakterien die Schadstoffe wie z.B. Nitrit und Nitrat fressen/zersetzen.

Stunden später kam die Idee, die ich auch gleich ausprobiert habe:

Ich habe Seramis Substrat gut ausgewaschen (wg. dem rotem Staub) und in die Kammer des Filters gefüllt. Da Seramis ähnlich aufgebaut ist ("Schwam") dachte ich ein Versuch könnte nicht schaden. Besonders da 30 gr. Siporax Mini (Firma Sera) 2 Euro kosten. Vorsichtshalber habe ich wie bei einer Neueinrichtung einen Filter-Starter (Startfutter für neue Bakterien – nicht wie viele Aquarianer denken – Bakterienkulturen) zugegeben. Die restlichen Filtermedien (Filterschwämme) habe ich nur ausgewaschen, nicht gewechselt, damit noch genug Bakterien überleben um sich im Seramis anzusiedeln.

Ich habe das Becken jetzt schon einige Wochen mit Seramis als Bioaktivem Filter laufen. Es funktioniert super!!!!! Die Nitrit und Nitrat Werte sind nicht angestiegen was darauf schließen lässt das sich viele Bakterien angesiedelt haben! Den Tieren geht es auch super. Es ist ein Becken mit Fächer- und Zwerggarnelen und Muscheln. Diese sind sehr empfindlich und reagieren auf kleinste Mengen von Giften bzw. Zusätzen (z.B. Kupfer, Eisen usw.) . Da ich keine Ausfälle hatte – wie erwartet – scheint Seramis für diese Anwendungsweise zu funktionieren ! Da es ja gebr. Ton ist dürfte es auch nichts abgeben – evtl. einige Mineralien??? Dieses ist aber gewünscht und schadet nicht da viele Garnelen Züchter sogar Mineralien dem Wasser zugeben.

Ich Starte in den nächsten Wochen ein 400 l Becken. Dort werde ich Seramis wieder ausprobieren !

Wenn ihr inspiriert wurdet es auch auszuprobieren, möchte ich euch trotzdem raten die Wasserqualität (besonders Nitrit + Nitrat) gut im Auge zu behalten und mehrmals täglich – in der 1. Woche mindestens (oder länger) – diese Werte zu überprüfen! Ich übernehme keine Haftung und berichte nur meine Erfahrungen.

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