Was ist das für ein weißer Belag auf dem SERAMIS® Ton-Granulat?
29.01.2010Ein weißer Belag auf dem SERAMIS® Ton-Granulat kann zum einen eine Auskristallisierung von Salzen sein, zum anderen kann es sich um ein Schimmelpilzwachstum handeln. Beides unterscheidet sich wie folgt:
- Auskristallisierungen sind weiß, lassen sich in der Regel gut abkratzen und sind in der Regel wasserlöslich.
- Schimmelpilze sind an einem watteartigem, grau-weißem Geflecht zu erkennen, das sich schmierig anfühlt, wenn man es zwischen den Fingern reibt.
Beides ist für die Pflanze nicht schädlich, es sieht nur unschön aus.
Auskristallisierungen entstehen dadurch, dass Salze aus dem Dünger und dem Gießwasser im Wasser gelöst an die Substratoberfläche wandern. Dort verdunstet das Wasser, die Salze bleiben zurück und reichern sich an der Oberfläche an. Die Auskristallisierungen treten besonders bei hartem Gießwasser (enthält viel Kalk) in Verbindung mit zu feuchtem Granulat auf. Steht Ihnen nur hartes Wasser zur Verfügung, können Sie durch Maßnahmen wie Abkochen, Einhängen eines Torfsäckchens und Mischen des Gießwassers mit Regenwasser die Wasserhärte verringern.
Um die Auskristallisierungen zu entfernen ersetzen Sie die obere Schicht durch neues Granulat.
Das SERAMIS® Ton-Granulat an sich ist nahezu keimfrei, da das Substrat bei über 900°C gebrannt wird. Im Erdballen der Pflanze können jedoch neben anderen Stoffen auch Schimmelpilze enthalten sein, die bei zu feuchtem Granulat auskeimen können. Dies gilt im übrigen auch für die Schimmelsporen, die in der normalen Raumluft vorhanden sind.
Treten Schimmelpilze auf, sollte das befallene Ton-Granulat entfernt, durch neues ersetzt und dieses trockener gehalten werden.
Bitte beachten Sie die optimale Gießmenge:
Haben Sie beim Umtopfen das Verhältnis 1/3 Erdballen 2/3 SERAMIS® berücksichtigt, beträgt die optimale Gießmenge 1/4 des Topfvolumens. Gießen Sie die Pflanze erst wieder, wenn das Anzeigefeld des Gießanzeigers komplett "rot" ist. Nach dem Gießvorgang wechselt der Gießanzeiger erst nach ca. 2-4 Stunden von "rot" auf "blau". Zeigt er "blau", ist noch genügend Feuchtigkeit gespeichert, also muss nicht gegossen werden.










Abkochen verringert den Kalkgehalt je nach Ausgangslkonzentration relativ wenig. Infolge Verdunstung tritt beim Kochen eine Übersättigung der Lösung ein und in Folge dessen kristallisiert Calciumcarbonat der Kesselstein aus. Die Restlösung enthält daher immer noch Calciumcarbonat entsprechend seiner Löslichkeit bei Kochtemperatur! Ebenso die Torfsäckchen- was soll denn da für eine chemisch Reaktion ablaufen die Calcium abbaut. Torf ist doch chemisch gesehen völlig inert. Warum werden solche Dinge immer wieder aufs Neue publiziert, ohne das man dies mal kritisch hinterfragt hat?