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Warum lässt meine Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und was kann ich dagegen tun?

30.01.2010

Lässt die Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und zeigen sich schon erste Falten in Längsrichtung ab ist das im Gegensatz zu anderen Pflanzen kein Zeichen dafür, dass die Orchidee zu wenig Wasser hat, sondern ganz im Gegenteil, dass sie zu viel Wasser  bekommen hat!!
Durch das überschüssige Wasser entstand Staunässe, was sehr schädlich für die empfindlichen Wurzeln ist.
Sind die Wurzeln erst mal geschädigt und beginnen zu faulen, kann man leider nicht mehr viel machen um die Pflanze zu retten.
Als Sofortmaßnahme sollte man die Pflanze versuchen trocken zu legen. Entweder durch abgießen des überschüssigen Wassers oder durch das ersetzen des kompletten Substrates mit neuem, trockenem Substrat.
Generell gilt die Devise, dass Orchideen lieber zu trocken als zu feucht gehalten werden sollten um Kulturfehler vorzubeugen.

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2 Antworten zu “Warum lässt meine Orchidee die Blätter schlapp nach unten hängen und was kann ich dagegen tun?”

  1. Wermert sagt:

    Leider ist diese Antwort so nicht richtig!Der Zustand der Welke tritt immer dann vereinfacht dargestellt ein, wenn der Wurzeldruck – der sogennante Turgordruck – kleiner oder gleich dem osmotischen Druck der Umgebungslösung ist. Dies ist also eine Folge entweder eines zu hohen Nährsalzgehaltes also einer Überdüngung des Substrat (dadurch strömt das Wasser aus der Pflanzenzelle in das Substrat) oder aber das Substrat ist zu trocken.( es kann kein Wasser in die Pflanze einströmen) Im Falle der Überdüngung kann durch zu kräftiges Gießen durch Auflösen der Salze die Konzentration noch weiter ansteigen, sodass der Prozess der Welke beschleunigt wird. Somit ist die Beobachtung, dass der Zustand der Welke durch zu starkes Gießen hervorgerufen wurde, nur ein Folgeerscheinung des zu starken Düngens. Auf jeden Fall muss entweder ein sofortiger Substratwechsel erfolgen oder kräftig durchgespült werden, um die Nährsalze zu entfernen. Bei reinem dest. Wasser erreicht dann die Pflanze wieder die höchste Turgeszenz, es sei denn sie ist bereits zu stark geschädigt worden!

  2. schulzesylvia sagt:

    Stülpen Sie nach dem beschriebenen “Trockenlegen” der Pflanze einen durchsichtigen Plastebeutel über Pflanze und Topf, der jedoch die Blätter nicht berühren sollte (eventuell mit Holzstäbchen hochhalten) und stellen sie die Pflanze nicht sonnig, aber auch nicht finster, z. B. an eine Seite des Fensterbretts. Durch die gespannte Luft erholen sich die Pflanzen oft wieder. Der Fuß darf nicht zu kalt sein. Bewährt hat sich auch der zusätzliche Einsatz von Biplantol vital NT, einem homöopathischen Pflanzenstärkungsmittel.
    Lassen Sie in Zukunft das Substrat immer erst abtrocknen, bevor Sie mit weichem Wasser erneut gießen oder die Pflanze tauchen.
    Sylvia Schulze

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